Resolution der bundesweiten Tagung Frauen in Naturwissenschaft und Technik (FiNuT) zum Asylrecht

13.06.2019

Die Teilnehmerinnen der bundesweiten Tagung „Frauen in Naturwissenschaft und Technik (FiNuT)“ 2019 in Darmstadt wenden sich gegen die geplante Verschärfung des Asylrechts.
FiNuT fordert: keine Abschiebung in sogenannte „sichere“ Länder wie z.B. Afghanistan, in denen ständig Anschläge passieren und die Menschenrechte massiv beschnitten werden.

FiNuT spricht sich deutlich aus gegen die pauschale Kriminalisierung der Geflüchteten (Abschiebehaft) und der Menschen, die das Leben Geflüchteter retten, z.B. aus Seenot.

Die Ausweisung von Geflüchteten in festen Arbeits- oder Ausbildungsverhältnissen schadet der deutschen Wirtschaft und den einzelnen Arbeitgeber*innen. FiNuT fordert die verstärkte Unterstützung Geflüchteter bei Integration und Beschäftigung, statt Behinderung von Integration und Teilhabe am Arbeitsprozess. FiNuT sieht dies auch als Unterstützung für den deutschen Arbeitsmarkt in Zeiten des Fachkräftemangels.

Frauen werden in vielen Herkunftsländern die Menschenrechte verweigert. Sie sind bedroht durch Steinigung, Zwangsverheiratung, Genitalverstümmelung sowie durch Hinderung an Ausbildung und Berufstätigkeit. Sie sind daher in besonderer Weise gefährdet.

FiNuT setzt sich für bessere Chancen von Migrantinnen und weiblichen Geflüchteten ein. FiNuT fordert, dass Frauen und Mädchen künftig verstärkt in Bezug auf Bildung, Ausbildung und berufliche Integration gefördert werden. Dies auch und ganz besonders im Bereich der MINT-Berufe, da viele Frauen eine entsprechende Ausbildung schon
mitbringen oder anstreben. Zumal in Deutschland durch zahlreiche Förderprogramme versucht wird, Frauen für die MINT-Berufe zu gewinnen.

Es müssen jetzt Maßnahmen ergriffen werden, damit geflüchtete Frauen in Deutschland ein sicheres und selbstbestimmtes Leben führen können.

Der Bremer Frauenausschuss e.V. unterstützt diese Forderungen ausdrücklich!

Hier die Resolution als pdf: Resolution_FiNuT2019