Der Bremer Frauenausschuss hat die Initiative entwickelt, jährlich eine "Bremer Frau des Jahres" zu benennen. Die Ehrung erfolgte bisher im Plenarsaal der Bremischen Bürgerschaft oder in der Oberen Rathaushalle.

Im Jahre 2006, in dem der Bremer Frauenausschuss sein 60jähriges Jubiläum feierte, wurde erstmals eine Frau geehrt, die sich intensiv über längere Zeit für die vom bfa vertretenen Fraueninteressen eingesetzt hat und dabei im Geschäftsführenden Vorstand oder einem der Ausschüsse des bfa mitgearbeitet hat bzw. in einen Ausschuss entsandt wurde, in dem sie den bfa vertreten hat (z. B. Rundfunkrat).

Bremer Frau des Jahres:

Inge Danielzick, Bremer Frau des Jahres 2016

2016 - Inge Danielzick

Die 58-Jährige leitet die Abteilung Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Bremischen Evangelischen Kirche. Das Motto der diesjährigen Preisverleihung lautete: Stark, stolz, stur.

„Inge Danielzick arbeitet über ihren Wirkungskreis hinaus vielfach vernetzt mit Akteuren und Akteurinnen in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft und beteiligt sich engagiert an Bündnissen, die die aktuellen sozialen Probleme angehen. Sowohl in ihren unmittelbaren Arbeitszusammenhängen als auch in ihrem weiteren Engagement ist sie mit Ausdauer und Rückgrat unterwegs“, begründet Annegret Ahlers, Vorsitzende des Bremer Frauenausschusses, die diesjährige Wahl zur Frau des Jahres. „Sie verbiegt sich nicht und hat große Erfahrungen mit Durststrecken. Stark, stolz und stur sind Eigenschaften, die Inge Danielzick für ihre Arbeit mitbringt und die ihr Wirken nicht zuletzt deshalb so nachhaltig machen. Diese inzwischen Jahrzehnte währende Arbeit einer einzelnen Frau auf vielen Ebenen, die von Zähigkeit, aber auch von Kreativität, Wissen und großer Kommunikationsfähigkeit gekennzeichnet ist, finden wir auszeichnungswürdig.“

Der Weser Kurier berichtete ausführlich:

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadtreport_artikel,-Inge-Danielzick-ist-Bremer-Frau-des-Jahres-_arid,1330872.html

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2015 - Anette Klasing

Die Frau des Jahres 2015 Anette Klasing ist Bildungsreferentin in der Jugend- und Erwachsenenbildungsstätte LidiceHaus mit Schwerpunkten Friedens- und Genderpädagogik. Die aus Diepholz stammende Sozialpädagogin hat sich nicht nur im Bereich der Jugend- und insbesondere Mädchenarbeit einen Namen gemacht, sondern setzt sich seit mehr als 25 Jahren für die Aussöhnung von Israelis und Palästinensern ein. Sie hat als zivile Friedensfachkraft in Jerusalem und Bethlehem gearbeitet und engagiert sich seit 1988 in Friedensorganisationen in Israel und Palästina. Einer ihrer Schwerpunkte im LidiceHaus ist die Organisation von Dialogseminaren mit deutschen, israelischen und palästinensischen TeilnehmerInnen. Die Arbeit für Frauen und Mädchen steht ebenfalls im Zentrum ihres beruflichen wie ehrenamtlichen Engagements. So hat sie das Mädchenzentrum „Gewitterziegen“ mitgegründet und elf Jahre lang als Vereinsvorsitzende begleitet, sie hat Frauenprojekte in Israel und Palästina dokumentiert und auch im LidiceHaus liegt ihr Fokus auf geschlechtersensibler Bildungsarbeit.

2014 - Mageda Abou-Khalil

Der Bremer Frauenausschuss hat im Rahmen eines Festakts zum Internationalen Frauentag unter Schirmfrauschaft der Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen, Anja Stahmann, in der Oberen Rathaushalle die Bremer Frau des Jahres 2014 bekannt gegeben. Das Motto des diesjährigen Frauentages in Bremen lautete „Lebensentwürfe in Bewegung“ und entsprechend ehrt der Bremer Frauenausschuss eine Frau aus einem anderen Kulturkreis, die mit ihrem ungewöhnlichen Lebensentwurf und -verlauf ein Vorbild für die Emanzipation anderer Frauen ist, die andere ermutigt, ihren eigenen Weg auch gegen Widerstände nicht aufzugeben und die Frauen aus anderen Kulturkreisen zur positiven Gestaltung ihres Lebensentwurfes nachhaltig befähigt.

2013- Christa Brämsmann

Im Rahmen des Festakts zum Internationalen Frauentag des Bremer Frauenausschusses unter Schirmherrschaft der Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen, Anja Stahmann, wurde am 08.März 2013 in der Oberen Rathaushalle die Bremer Frau des Jahres bekannt gegeben. Geehrt wurde Frau Christa Brämsmann, die mit hohem ehrenamtlichem Einsatz dafür gearbeitet hat, Frauen aus vielfach benachteiligten Situationen Wege in Beschäftigung und damit zu Selbstbestimmung und Selbstermächtigung zu ebnen.

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2012 - Birgit Wanke, Marion Hibbeler und Erika Hötte

Geehrt werden in diesem Jahr drei Lehrerinnen vom Schulzentrum Walle.

Gemeinsam haben sie neue Wege für die Ausbildung von Mädchen und jungen Frauen in Gesundheitsberufen entwickelt und damit erheblich dazu beigetragen, diese so genannten "Sackgassenberufe" aufzuwerten.

2011 - Gabi-Grete Kellerhoff

Gabi-Grete Kellerhoff ist die Bremer Frau des Jahres 2011

Sie hat sich kontinuierlich für die Rechte der Frauen im Arbeitsleben in Bremen eingesetzt hat. In den 80er und 90er Jahren erwarb sie sich besondere Anerkennung durch ihr Engagement für den Internationalen Frauentag.

2010 - Zia Gabriele Hüttinger

Sie setzt sich seit mittlerweile 13 Jahren mit dem Verein „Bremer Suppenengel“ für Obdachlose ein. Die Laudatio hielt Renate Meyer-Braun.

2009 - Erika Riemer-Noltenius

Seit vielen Jahrzehnten setzt sie sich für die Gleichstellung der Frauen ein, dafür, dass sie selbstbestimmt und in Würde leben können. Die Promovierte Politologin ist  Initiatorin des Beginenhof-Projektes. Erika Riemer-Noltenius verstarb am 13.06.2009.

2008 - Antje Treptow

Gesucht wurde eine Frau im Lande Bremen, die junge Frauen für ein Engagement in der Frauenbewegung motiviert, sei es in Frauenorganisationen , Frauenprojekten oder in ihrem persönlichen Umfeld. Die Laudatio auf die Bremer Frau des Jahres 2008, gehalten von Margareta Steinrücke Referentin für Gleichstellungs- und Geschlechterfragen bei der Arbeitnehmerkammer Bremen.

2007 - Ayten Kocaoglu

Wahl der Bremer Frau des Jahres, die sich um die Integration von Migrantinnen im Lande Bremen, insbesondere um deren Eingliederung in den Arbeitsmarkt, verdient gemacht hat. Gewählt wird Frau Ayten Kocaoglu, Leiterin des Vereins „Frauen in Arbeit und Wirtschaft e. V.“, der Beratung zur Berufs- und Lebenswegplanung für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund anbietet.

2006 - Karin Stieringer

Im Jahre 2006, in dem der Bremer Frauenausschuss sein 60jähriges Jubiläum feierte, wurde erstmals eine Frau geehrt, die sich für die  vom bfa vertretenen Fraueninteressen eingesetzt und dabei im Geschäftsführenden Vorstand oder einem der Ausschüsse des bfa mitgearbeitet hat bzw. in einen Ausschuss entsandt wurde, in dem sie den bfa vertreten hat. Sie  engagierte  sich mehr als 20 Jahre.

2005 - Andrea Wessel und Manuela Kortmann

„Geehrt werden in diesem Jahr 2 Frauen:  Andrea Wessel und Manuela Kortmann für die Beratung von Zwangsprostituierten von der gleichnamigen Beratungsstelle, die vor 3 Jahren ihre Arbeit in Bremen aufgenommen hat und und betroffenen Frauen sichere Unterkünfte sowie rechtliche und medizinische Hilfen vermitteln, werden „Bremer Frau des Jahres“.

2003 bis 2004 - Es erfolgte keine Ehrung

2002 - Edith Bauer

Wahl der „Bremer Frau des Jahres“ für besonderes Engagement gegen Gewalt an Frauen und MädchenGeehrt wird in diesem Jahr aufgrund der Auseinandersetzung mit dem Thema der Geschichte und Praktiken der weiblichen Genitalverstümmelung die Ärztin Edith Bauer für ihren Einsatz bei der Eindämmung und Verhinderung dieser Praktiken.

2001 - Maren Heiser

Wahl der „Bremer Frau des Jahres“ für das Engagement bei BesuchsdienstenGewählt wird Maren Heiser als „Grüne Dame“, die seit 11 Jahren den Besuchsdienst der Evangelischen Krankenhaushilfe in Altersheimen organisiert.

2000 - Ursula Müller und Ingrid Hebel

Wahl der „Bremer Frau des Jahres“ für besonderes Engagement gegen Gewalt an Frauen und MädchenGewählt werden für ihre Arbeit in der Beratungsstelle gegen den sexuellen Missbrauch von Mädchen „Schattenriss“ die Lehrerin Ursula Müller und die Psychologin Ingrid Hebel

1999 - Angelika Dornhöfer

Wahl einer „Bremer Frau des Jahres“, die sich für den Schutz von Frauen gegen Gewalt einsetzte Angelika Dornhöfer wird geehrt für ihr Engagement gegen Gewalt an Frauen. Sie gründete 1994 mit anderen Frauen einen Arbeitskreis „sexuelle Gewalt in der Kirche“. Sie engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich, auch im Kampf gegen menschenunwürdige Produktionsbedingungen in der Textilindustrie der 3.Welt.